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Aktuelles

Warum schwärmen Bienen?

Es ist für die Tiere die einzige Möglichkeit sich zu vermehren und neue Völker zu gründen. Da in jedem Bienenstock nur 1 Königin Eier legt und für Nachwuchs sorgt, muss das Bienenvolk im Frühjahr erst einmal für neue Königinnen sorgen. Das geschieht mit sogenannten Weiselzellen. Wenn es warm genug und in der Natur ausreichend Nektar und Pollen vorhanden ist, kommen die Bienenvölker in Schwarmstimmung. Sie legen dann auf ihren Brutwaben größere Zellen an, in denen junge Königinnen ausgebrütet werden. Sind diese Bemühungen erfolgreich und die Weiselzellen verdeckelt (d. h. dass die künftige Königinnenlarve ganz in einem schützenden Wachskokon eingeschlossen ist und sich verpuppen kann) verlässt die alte Königin mit einem großen Teil der Bienen den heimatlichen Stock – die Bienen schwärmen!
Weil die alte Königin nicht so gut fliegen kann und ja auch erst eine neue Wohnung gefunden werden muss, hängt sich der Schwarm im Umkreis von etwa 50 Meter an einen Baum. Die erfahrendsten Kundschafterinnen des Volkes machen sich dann auf die Suche nach einer neuen Behausung und die Bienen entscheiden in einem demokratischen Prozess (sehr schön beschrieben in dem Buch “Bienendemokratie” von Thomas Seeley) wo sie in den nächsten Tagen einziehen werden. Falls ein Imker den Schwarm findet bevor die Entscheidung gefallen ist, kann der Schwarm auch in einen neuen Bienenkasten geschüttelt werden. Bestückt mit einigen Holzrähmchen mit Wachsplatten – sogenannten Mittelwänden – ist das für einen Bienenschwarm eine Top-Adresse und der Schwarm bleibt in der Regel in diesem neuen Bienenkasten. Bienenschwärme haben sich mit genug Reiseproviant für 2 bis 3 Tage ausgerüstet. Die Bienen haben aus ihrem verlassenen Volk eine ausreichend große Portion an Nektar mit auf die Reise genommen, so dass ein Bienenschwarm mehrere Kilo wiegen kann. Die Erstversorgung ist also gesichert bis wieder neue Waben gebaut sind, die Königin wieder Eier legt und die Flugbienen neuen Nektar finden.
Normalerweise sind Bienen auf ihren heimatlichen Bienenstock “eingeflogen”, d. h. sie finden ihren Heimatstock auf wenige Zentimeter genau. Aber wenn Bienen schwärmen wird die “Landkarte” in ihrem Gedächtnis sozusagen gelöscht und ein Bienenschwarm ist darauf eingestellt sich in neuer Umgebung auch neu zu orientieren. Für Imker hat das Vorteile. Der eingefangene Schwarm kann irgendwo platziert werden – entweder einige Kilometer entfernt oder direkt neben dem heimatlichen Bienenstock. Die Tiere fliegen sich auf jeden Fall neu ein.
Muss man sich vor einem Bienenschwarm fürchten? Normalerweise nicht! Die schwärmenden Tiere haben nur 1 Anliegen – Kontakt zur fliegenden Königin nicht verlieren! Zu verteidigen gibt es in dieser Situation nichts und die Bienen stechen in der Regel auch nicht, solange man einen Sicherheitsabstand von 1 – 2 Metern einhält.

 

Honigernte 2019

 

Mit der Honigernte 2019 waren die Imker recht zufrieden – auch wenn sie von Dorf zu Dorf recht unterschiedlich ausfiel.
Da der Hauptblühmonat Mai doch recht feucht und kühl war, fiel die Ernte des Blütenhonigs etwas schlechter aus, als in den Jahren davor.
Sommerhonig dagegen gab es reichlich, Waldhonig aufgrund des folgenden trockenen Sommers nur örtlich begrenzt.

Teilnahme am Ferienprogramm 2019

Gleich  4 Imkerkollegen haben im Sommer 2019 ein Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche ab 4 Jahren angeboten. Auch Niko Paul aus Bad Brückenau lud am 31. August 2019 (in Kooperation mit dem Obst- und Gartenbauverein) zu einem informativen und spannenden Tag in seine HobbyImkerei ein.
Die Kinder durften beim Entdeckeln der vollen Honigwaben und beim Schleudern mithelfen. Und natürlich leckeren Honig probieren ....
Sehr spannend ist es, durch die Glasscheiben des Holzschaukastens ein kleines Bienenvolk zu beobachten. Wo ist wohl die Königin? Woher kommt das Bienenwachs und warum können Bienen so gleichmäßig im Sechseck ihre Waben bauen? Wie lange lebt so eine Biene eigentlich? Und was kann jeder einzelne für die kleinen Bestäuberinnen tun?  Blumen für Bienen pflanzen natürlich!

Positives Ergebnis beim Faulbrutmonitoring im Altlandkreis Bad Brückenau

Ein erfreuliches Ergebnis brachte die Teilnahme des Imkervereins an dem vom Land Bayern kostenlos angebotenen Monitoring der Bienenvölker auf die Erreger der Amerikanischen Faulbrut. Es wurden aus dem Vereinsgebiet flächendeckend Futterkranzproben an den Bienengesundheitsdienst (tgd,Poing) geschickt und auf Sporen dieser gefährlichen Krankheit getestet. Alle untersuchten Einsendungen waren sporenfrei und unseren Bienenvölkern droht von dieser Seite aus vorerst keine Gefahr

Apitherapie fördert erstaunliches zu Tage

Während der jüngsten Versammlung des mittlerweile auf 64 Mitglieder und 411 Bienenvölker gewachsenen Imkervereins Bad Brückenau stand nicht nur die Analyse des vergangenen Jahres im Mittelpunkt des Interesses. In einem lebhaften Vortrag erläuterte der für Nordbayern zuständige Apitherapie-Berater des Deutschen Apitherapiebundes (DAB) und Vereinsmitglied Stefano Pettinella aus Bad Brückenau, welche Schätze die wertvollen kleinen Bestäuberinnen außer Honig noch zu bieten haben.

Die Apitherapie hat sich der Aufklärung über die Anwendung der neun gängigen Bienenprodukte zur Vorbeugung, Heilung oder Genesung von Krankheiten verschrieben.  Die Bienenprodukte umfassen natürlich Honig, Gelee Royal, Bienengift und Wachs, aber auch Propolis, Pollen, Bienenbrot, Apilarnil und Bienenstockluft.  In seinem Vortrag konzentrierte sich Stefano Pettinella auf die fünf letzteren und gab zunächst einen Abriss über die historische Anwendung von Bienenprodukten, die bis ins 6. Jahrtausend vor Christus zurückdatieren, als Indianer bereits Honig und Propolis zur Wundbehandlung benutzten über Hypokrates, der Bienengift als „geheimnisvolles Heilmittel“ titulierte bis in die Neuzeit.  Zwei Drittel aller Imker wenden heute Bienenprodukte selbst an, vor allem, weil sie diese für glaubwürdiger und häufig wirksamer als die klassische Medizin erachten.  Die Apitherapie ist für Imker in besonderem Maße interessant, um Ideen und Impulse zur Mehrwertgewinnung zu geben und Kunden umfassender über den Nutzen der Bienen zu informieren.  Der Referent strich aber auch kritische Sichtweisen hervor, die der Apitherapie vor allem von der klassischen Medizin entgegengebracht wird und diese Disziplin als „Polypragmasie“, also als eine Kombination verschiedener, unkoordinierter, sinnloser Maßnahmen kritisiert.

Im Detail erklärte Stefano Pettinella den Nutzen von Propolis, das nachweislich entzündungshemmende Eigenschaften hat und so wirkungsstark wie Cortison sein soll.  Jeder, der schon einmal eine Propolistinktur gegen Herpes oder Warzen angewandt hat, kann dies bestätigen.  Pollen besteht in fast gleichen Teilen aus Eiweiß und Kohlenhydraten, muss aber in Joghurt, Fruchtsäften, Met oder Kombucha Fungus aufgelöst werden, um seine volle Wirkung zu entfalten.  Das ist beim „Bienenbrot“, auch Perga genannt, nicht der Fall.  Perga ist der in den Honigwaben eingelagerte und mit Honig, Propolis und Drüsensekreten fermentierte Pollen, der mehr Aminosäuren, Vitamin K, Proteine, Folsäure als frischer Pollen enthält.  In klinischen Studien am Menschen wurde bestätigt, dass Perga bei Prostataerkrankungen und Wechseljahrbeschwerden helfen kann.

Apilarnil ist das männliche Gegenstück zu Gelee Royal und wird aus den maximal sieben Tagen alten Drohnenlarven, den männlichen Bienen, als Presssaft gewonnen und muss zur Haltbarkeit eingefroren oder in Honig gemischt werden.  Apilarnil besteht überwiegend aus Wasser, enthält er auch die männlichen Sexualhormone der Drohne.  Daher werden ihm antivirale, anabolische und potenzsteigernde Eigenschaften nachgesagt.

Ausführlich widmete sich der Vortrag schließlich der Bienenstockluft, die laut einer Studie der Fakultät Lebensmittelchemie der TU Dresden nachweislich mehr als 50 Inhaltstoffe enthält, wie z.B. Enzyme, Isoprenoide, Carotinoide, Terpene, ätherische Öle und Pheromone.  Bei der Bienenstockluft müssen die Gäste dreißigminütige Sitzungen in besonders hergerichteten Bienenhäusern durchführen, in denen sie die Bienenstockluft durch einen beheizten Schlauch und einer Maske direkt aus dem Bienenstock einatmen.  In die Naturheilkunde wird die Bienenstockluft bei Atemwegserkrankungen, wie Asthma, chronischer Bronchitis, Erkältungs- und Lungenkrankheiten oder Nasennebenhöhlenentzündungen empfohlen.   Erfahrungsberichte belegen, dass nach 8 bis 10 Sitzungen der weitaus größte Teil der behandelten Personen, bis zu 95% beschwerdefrei sein sollen.  Nachdem Vertreter des Bad Brückenauer Imkervereins kürzlich voller Bewunderung die Bienenstockluftstation des Bad Königshofener Imkervereins besucht hat wird sich der Verein mit diesem Thema in Zukunft intensiver auseinandersetzen.

 

Brückenauer Imkerverein hat keinerlei Nachwuchssorgen

Der Bad Brückenauer Imkerverein kann sich nicht im Geringsten über Nachwuchssorgen beschweren. Mittlerweile zählt der Verein 64 Mitglieder und kümmert sich im Altlandkreis um 411 Bienenvölker. Imkerei und Apitherapie liegen voll im Trend. 16 neue Imker profitierten alleine im vergangenen Jahr von dem von Vorsitzender Karin Schmidt im Verein ins Leben gerufene Lernprogramm „Imkern auf Probe“ und dem Wissen ihrer erfahrenen Kollegen.

Bei der diesjährigen Hauptversammlung wurde auch bestätigt, dass die Imker im Altlandkreis mit der Überwinterung der Bienenvölker sehr zufrieden sind. Es gab trotz der schwierigen durch Trockenheit verursachten Bedingungen im Vorjahr wenige Völkerverluste.

Von links nach rechts: Karin Schmidt, Viktor Pachalenko, Robert Hüther, Erich Schiefer

Drei verdiente Vereinsmitglieder bringen es auf 100 Jahre Imkereierfahrung und wurden daher für ihre langjährige Bienenhaltung geehrt und ausgezeichnet. Viktor Pachalenko aus Bad Brückenau imkert seit 15 Jahren, Erich Schiefer aus Modlos seit 25 Jahren und Robert Hüther aus Oberbach wurde sogar für 60 Jahre Imkerei mit der Ehrenurkunde des Deutschen Imkerbundes ausgezeichnet.

Honigernte 2018

Der erste Blütenhonig 2018 ist geerntet und die meisten Imker mit ihren Honigerträgen sehr zufrieden. Das schöne Wetter in der 2. Aprilhälfte und im Mai hat die Bienen zu großem Eifer veranlasst. Durch die Vielfalt an Blüten schmeckt der Honig sehr aromatisch. Auch die Obstbauern freuen sich, da eine flächendeckende Bestäubung statt gefunden hat und die Bäume sehr viele Früchte angesetzt haben. Die Bestäubungsleistung durch Honigbienen wird in Deutschland übrigens mit einem wirtschaftlichen Wert von 2 Milliarden Euro veranschlagt.

Honigernte 2017

Bild aus dem Laden von Karin Schmidt.

Mit der diesjährigen Honigernte sind die Imker hier in der Gegend sehr zufrieden. Der warme und schöne Mai hat den Bienen und Imkern eine ausgezeichnete Ernte an Blüten- und Rapshonig beschert. Danach ging es sehr schnell in die Waldtracht, gebietsweise ist Ende Juli mit einer weiteren Ernte an hervorragendem Waldhonig zu rechnen.

Bayerns bester Blütenhonig 2016 kommt aus dem Landkreis Bad Kissingen!

Günther Hahn aus Modlos hat bei der diesjährigen Honigprämierung des Landesverbandes Bayern am 6. November 2016 in Riedenburg den ersten Platz errungen. Sein Honig erreichte in allen Prüfungskriterien die maximale Punktzahl und wurde unter 184 eingesandten Blütenhonigen aus ganz Bayern als “Bester Honig Bayerns” ausgezeichnet. Zu den Gratulanten zählten Bayerns Landwirtschaftsminister Brunner, der Präsident des Deutschen Imkerbundes Peter Maske sowie die amtierende Honigkönigin Sabrina Moriggl.

 

Günther Hahn imkert seit 1983. Er ist der 1. Imker in seiner Familie und betreut zw. 10 und 12 Bienenvölker. Im Vorstand des Brückenauer Imkervereins engagierte er sich 25 Jahre lang als Kassier und hat das Kassenbuch erst im Januar 2016 in die Hände eines jungen Kollegen übergeben.

 

Im Namen des Imkervereins Bad Brückenau: " Herzlichen Glückwunsch Günter!"

 

Veitshöchheimer Bienenweide

Diese tolle Blüimg-20160728-wa0000hfläche hat Imkerkollege Tim Kleinhenz aus Unterleichtersbach angelegt. Auf knapp 2000 qm unterhalb des Feuerwehrhauses Unterleichtersbach wurde im Mai “Veitshöchheimer Bienenweide” ausgesät. Die Blühmischung wurde vom Bieneninstitut in Veitshöchheim speziell für die mitteldeutsche Region zusammen gestellt. Sie garantiert Bienen und Schmetterlingen eine durchgängige Pollen- und Nektarversorgung bis in den Herbst hinein.

Blühflächen werden für Nutz-Insekten immer wichtiger, da die Tiere in der Landwirtschaft durch den zunehmenden Anbau von Energiepflanzen oft nach der Obst- und Rapsblüte nicht mehr genug Nahrung finden.

Pro Quadratmeter genügt 1 Gramm Samen von der Veitshöchheimer Bienenweide. Die Blühmischung bleibt 4 – 5 Jahre auf dem Feld stehen und bedarf keiner weiteren Pflege, bietet aber einen wunderschönen Anblick und der Gartenbesitzer lockt zahlreiche Nützlinge und Schmetterlinge in seinen Garten.

Sie ist auch für Gartenbesitzer geeignet, die einen Teil ihres Gartens weniger arbeitsintensiv gestalten  oder Brachflächen neu anlegen möchten. Veitshöchheimer Bienenweide gibt es preisgünstig im internet (z. Bsp. bei der Fa. Saaten-Zeller), in kleinen Tüten (2 gr) beim Bund Naturschutz oder beim Imkerverein Bad Brückenau.

Bienen in der Grundschule Zeitlofs

Am Montag, den 06.Juni 2016 waren ganz besondere Gäste in der Grundschule Zeitlofs und davon gleich 5000 an der Zahl! Sie steckten in einem kleinen Kasten und verlangten ständig nach Süßem! Wer das wohl war?

Die Kinder der Grundschule Zeitlofs lernten an diesem Tag den Schatz von Frau Karin Schmidt (1.Vorsitzende des Imkervereins Bad Brückenau) kennen: ein neues Bienenvolk mit dessen frisch geschlüpfter Königin. Neben den Aufgaben einer Imkerin berichtete Frau Schmidt auch über den Lebenszyklus von Bienen und deren Lebensweise. Auch der Schutz der Bienen stand im Mittelpunkt, denn die Lebensbedingungen unserer Bienen werden durch die Kultivierung von Nutzflächen und dem immer stärker werdenden Einsatz von Pestiziden immer schlechter. Bienen sind für die Bestäubung unserer Obstbäume und vieler anderer Pflanzen verantwortlich – ohne die Biene also kein Mensch.

Frau Schmidt machte deutlich: „Wir brauchen wieder mehr Blumenwiesen als Nahrungsquelle für die Bienen.“ Auch lerne sie gerne neue Imkerinnen und Imker an, damit die Anzahl der Bienenvölker im Altlandkreis Bad Brückenau weiter ansteige.

 

Andrea Heinle, L’in

Katharina Schöberl, R’in